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Eclipse - Leopardgecko

Über Leopardgecko's

Leopardgeckos sind neugierige und vergleichsweise unkomplizierte Tiere in der Haltung. Deshalb denken wir, dass der Leopardgecko grundsätzlich auch für Terraristik-Einsteiger gut geeignet ist.

Dennoch ist er ein Lebewesen mit speziellen Bedürfnissen, bei denen es einiges zu beachten gibt, damit es dem Tier langfristig gut geht.

 

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Allgemein

 

Der wissenschaftliche Name des Leopardgeckos lautet Eublepharis macularius. Bei guter Haltung können Leopardgeckos viele Jahre alt werden; eine Lebenserwartung von 15–20 Jahren ist durchaus realistisch, einzelne Tiere können jedoch auch älter werden.

 

Der Schwanz eines Leopardgeckos dient als Fett- und Energiespeicher. Bei gesunden und gut ernährten Tieren ist er kräftig und gut ausgeprägt. Wie andere Geckos kann auch der Leopardgecko bei starker Bedrohung seinen Schwanz abwerfen. Der Schwanz kann anschließend nachwachsen; das nachgewachsene Stück wird als Regenerat bezeichnet. Es unterscheidet sich in Form und Struktur vom ursprünglichen Schwanz.

 

Leopardgeckos besitzen Sollbruchstellen innerhalb der Schwanzwirbel, wodurch sich der Schwanz bei einer entsprechenden Belastung relativ leicht abtrennen kann. Trotzdem sollte ein Schwanzverlust unbedingt vermieden werden, da er für das Tier eine erhebliche Stresssituation darstellt.

 

Die Geschlechtsreife wird ungefähr im Alter von 12–18 Monaten erreicht, wobei die Entwicklung von Tier zu Tier unterschiedlich ist und insbesondere bei Weibchen neben dem Alter auch Körpergröße, Gewicht und Allgemeinzustand eine wichtige Rolle spielen.

 

Die Trächtigkeit eines Weibchens dauert ungefähr 2–4 Wochen, jedes Weibchen hat sein eigenes Legeintervall, das von Jahr zu Jahr ein bisschen variieren kann . Anschließend werden meist 1–2 Eier abgelegt, in der Regel sind es zwei. Während einer Fortpflanzungssaison können mehrere Gelege entstehen. Die Anzahl kann unter anderem von Alter, Gesundheits- und Ernährungszustand sowie der hormonellen Situation des Tieres beeinflusst werden.

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Herkunft

 

Der Leopardgecko stammt aus Teilen Südasiens und des Nahen Ostens. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem Pakistan, Afghanistan, Teile des Iran und Nordwestindien.

Er bewohnt überwiegend trockene bis halbtrockene, felsige und steinige Lebensräume sowie Gebiete mit lehmigen oder festen Böden.

 

Leopardgeckos sind überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Tagsüber ziehen sie sich in Höhlen, Felsspalten oder andere geschützte Verstecke zurück. In der Dämmerung und während der Nacht werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Dabei bewegen sie sich aktiv durch ihr Revier und reagieren auf wahrgenommene Beute.

 

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet herrschen je nach Region und Jahreszeit unterschiedliche Temperaturen. Während der warmen Jahreszeit können die Temperaturen deutlich ansteigen, während es im Winter wesentlich kühler wird. In einigen Regionen kommt es zu einer natürlichen saisonalen Ruhephase beziehungsweise Abkühlung.

 

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Ernährung

 

Leopardgeckos ernähren sich überwiegend von Wirbellosen. In freier Natur gehören unter anderem Käfer, Grillen, Spinnen, Skorpione und weitere Gliederfüßer zu ihrem Nahrungsspektrum. In der Terrarienhaltung eignen sich beispielsweise Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Mehlwürmer (Mehlwürmer nicht als Hauptfutter, sondern nur als Snack anbieten, diese sind sehr fetthaltig).

 

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist dabei wichtig. Die Futtertiere sollten zur Größe des Leopardgeckos passen und nicht deutlich größer als der Kopf beziehungsweise die Maulbreite des Tieres sein.

Zusätzlich benötigen Leopardgeckos eine bedarfsgerechte Versorgung mit Kalcium und Vitaminen. Wie häufig Supplemente eingesetzt werden, hängt unter anderem vom Alter des Tieres und Zusammensetzung der Futtertiere ab. Deshalb sollte nicht einfach nach einem starren Schema supplementiert werden, in der Legesaison zum Beispiel, brauchen Weibchen eine grössere Menge Kalzium. 

 

Jungtiere benötigen aufgrund ihres Wachstums häufiger Nahrung als ausgewachsene Tiere. Bei adulten Leopardgeckos hat sich eine Fütterung mehrmals pro Woche bewährt. Die genaue Menge und Häufigkeit sollte immer an Alter, Gewicht, Aktivität und Körperzustand des einzelnen Tieres angepasst werden. Wir füttern unsere adulten Tiere 2-3 mal die Woche.

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Gut-Loading

 

Bevor Futtertiere wie Heuschrecken, Grillen, Heimchen oder Schaben an Reptilien verfüttert werden, sollten diese mit hochwertigem und nährstoffreichem Futter versorgt werden. Dieser Vorgang wird Gut-Loading genannt.

 

Dabei wird die Qualität der Futterinsekten verbessert, sodass der Leopardgecko beim Verzehr auch von deren Nährstoffgehalt profitiert. Geeignet sind beispielsweise Karotten und Haferflocken sowie speziell für Futterinsekten entwickelte Futtermischungen.

Von feuchtigkeitsspendendem Futter wie Gurke oder Salat raten wir ab, da feuchte Lebensmittel schimmeln können.

Wir selbst verwenden dafür unter anderem eine spezielle Insektenfuttermischung namens „BugFood“ von Leopardgeckos.ch

 

Besonders bei Jungtieren und Weibchen während der Fortpflanzungszeit ist eine hochwertige Versorgung der Futtertiere sinnvoll. Das Gut-Loading sollte ausreichend lange vor der Verfütterung erfolgen, damit die Futtertiere die angebotenen Nährstoffe tatsächlich aufnehmen können (am besten 24-48h davor).

 

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Haltung

 

Leopardgeckos können bei ruhigem und vorsichtigem Umgang ihre anfängliche Scheu verlieren und sehr zutraulich werden. Trotzdem sollte man immer berücksichtigen, dass es sich um Reptilien und nicht um domestizierte Haustiere handelt. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Toleranz gegenüber dem Menschen.

 

Leopardgeckos können einzeln gehalten werden. Sie sind keine ausgeprägt sozialen Tiere, die zwingend Artgenossen benötigen. In freier Natur können sie jedoch durchaus in lockeren Ansammlungen vorkommen, beispielsweise wenn geeignete Verstecke oder andere Ressourcen genutzt werden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Tiere unter geeigneten Bedingungen gut miteinander auskommen und beispielsweise gemeinsam an einem Ort liegen. Eine Vergesellschaftung sollte jedoch immer aufmerksam beobachtet werden, da nicht jedes Tier mit jedem anderen Tier harmoniert.

Männliche Leopardgeckos zeigen insbesondere gegenüber anderen Männchen ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Deshalb sollten niemals mehrere adulte Männchen zusammen gehalten werden.

Bei einer Gruppenhaltung mit einem Männchen und mehreren Weibchen ist darauf zu achten, dass die Weibchen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten besitzen. Ein einzelnes Weibchen kann durch wiederholte Paarungsversuche des Männchens erheblich belastet werden. Auch reine Weibchengruppen können funktionieren, allerdings kann es auch hier zu Unverträglichkeiten oder Konkurrenz kommen. Neulingen raten wir allerdings von gemischten Gruppen ab, entweder ein einzelnes Männchen oder 1-3 Weibchen.

 

Bei wiederholten Auseinandersetzungen, Unterdrückung, Bissverletzungen oder deutlichem Stress muss die Gruppe getrennt werden. Eine dauerhafte Gruppenhaltung ist niemals wichtiger als das Wohlbefinden der einzelnen Tiere, dementsprechend sollte immer eine Ausweichmöglichkeit vorhanden sein.

 

Die Größe des Terrariums sollte sich nach der Anzahl und Größe der Tiere sowie nach der Einrichtung richten. Die gesetzlichen Mindestanforderungen in der Schweiz müssen dabei eingehalten werden. Wir empfehlen, den Tieren darüber hinaus möglichst viel nutzbare und gut strukturierte Fläche zur Verfügung zu stellen. Ein größeres Terrarium ist insbesondere dann sinnvoll, wenn es entsprechend strukturiert ist und verschiedene Temperaturbereiche, Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten bietet.

 

Für ein einzelnes Tier, empfehlen wir eine Terrariengrösse von mindestens: 100x60x50cm (LxBxH).

Für 2-3 Tiere, eine Terrariengrösse von mindestens 120x60x50cm (LxBxH).

 

Als Bodengrund eignen sich beispielsweise geeignete Sand-Lehm-Gemische oder andere grabfähige, für Leopardgeckos geeignete Substrate. Wir verwenden bei unseren Tieren Kalziumsand (LeoGround) und haben damit bislang gute Erfahrungen gemacht. Uns ist bewusst, dass dieses Substrat in der Terraristik kontrovers diskutiert wird, weshalb wir es nicht pauschal als einzige Lösung empfehlen. Von reinem, losem Sand als Bodengrund raten wir dringend ab, da verschlucktes Substrat unter Umständen zu gesunheitlichen Problemen und Darmverstopfung führen kann.

 

Viele Rückzugsorte wie Höhlen, Wurzeln, Steine und Korkelemente sind für Leopardgeckos sehr wichtig, je mehr desto besser. Sie dienen nicht nur als Versteckmöglichkeiten, sondern ermöglichen dem Tier auch, selbstständig zwischen unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsbereichen zu wählen. Zusätzliche Strukturen und Klettermöglichkeiten können das Terrarium abwechslungsreicher gestalten.

Pflanzen können grundsätzlich ebenfalls eingesetzt werden. Wer es unkompliziert halten möchte, kann auf künstliche Pflanzen zurückgreifen. Bei echten Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass ausschließlich geeignete und ungiftige Pflanzen verwendet werden und diese für die Bedingungen im Terrarium geeignet sind. Bei uns haben wir festgestellt, je „unordentlicher“ das Terrarium, desto eher verlieren die Tiere ihre Scheu gegenüber ihrem Besitzer, da sie sich so in ihrer Umgebung sicherer fühlen.

 

Die Temperaturen im Terrarium sollten nicht überall gleich sein. Wichtig ist ein Temperaturgefälle, damit der Leopardgecko seine Körpertemperatur durch Aufsuchen verschiedener Bereiche selbst regulieren kann (Wechselwarmes Tier). Im warmen Bereich können je nach Einrichtung und Messpunkt etwa 28–32°C erreicht werden, direkt unter dem Wärmespot können auch 32-36°C  erreicht werden, während der Kühlere Bereich deutlich darunter liegen sollten, etwa 22-26°C. Nachts darf die Temperatur entsprechend abgesenkt werden und liegt häufig etwa im Bereich von 20–24 °C. Wichtig ist, dass ein sicherer Wärmestrahler verwendet wird. Wärmespots sollten so angebracht sein, dass sich das Tier nicht verbrennen kann.

 

Auch eine niedrige UVB-Versorgung kann sinnvoll sein, dabei muss aber dem Leopardgecko jederzeit die Möglichkeit gegeben werden, sich vollständig aus der UVB-Strahlung zurückzuziehen. Die UVB-Intensität sollte entsprechend der Art und der Einrichtung gewählt und nicht überdosiert werden, daher empfehlen WIR entweder keine UVB-Beleuchtung und falls doch eine eingebaut wird, bitte wie oben schon erwähnt, schwach dosiert (z.B die 2,4% UVB-Röhre von ARCADIA) Die Tiere sind dämmerungs- und Nachtaktiv und benötigen daher nicht zwingend UVB-Beleuchtung (Überdosierung kann zu Haut- und Augenschäden führen.)

 

Die allgemeine Luftfeuchtigkeit kann im Terrarium meist im Bereich von etwa 40-60% liegen. Gleichzeitig benötigt der Leopardgecko lokale Bereiche mit höherer Feuchtigkeit. Deshalb gehört eine Wetbox zur Grundausstattung. Sie wird beispielsweise mit geeignetem feuchtem Substrat wie Vermiculit, Kokoshumus oder Sphagnum-Moos ausgestattet und regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf besprüht. Sie unterstützt insbesondere bei der Häutung und wird von vielen Weibchen auch zur Eiablage genutzt.

 

Frisches Trinkwasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

 

Die Hinterlassenschaften der Tiere können einfach und regelmäßig mit einer geeigneten Terrariumschaufel entfernt werden. Eine gute Hygiene und regelmäßige Reinigung sind wichtig, um die Gesundheit der Tiere zu erhalten.

 

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Winterruhe

 

Leopardgeckos halten keinen klassischen Winterschlaf wie beispielsweise manche Säugetiere, sondern können während der kühleren Jahreszeit eine Winterruhe durchlaufen. Dabei werden Aktivität und Stoffwechsel deutlich reduziert.

 

In freier Natur kommt eine solche saisonale Ruhephase abhängig von Region und klimatischen Bedingungen vor. In der Terrarienhaltung ist eine Winterruhe nicht bei jedem Tier zwingend erforderlich. Wir empfehlen sie grundsätzlich nur bei gesunden, ausreichend genährten und für eine Winterruhe geeigneten Tieren.

Eine Winterruhe sollte niemals bei kranken, geschwächten oder stark untergewichtigen Tieren durchgeführt werden. Vor einer geplanten Winterruhe sollte der Gesundheitszustand des Tieres überprüft werden.

Die Abkühlung sollte immer langsam und kontrolliert erfolgen. Während der Winterruhe werden die Temperaturen deutlich reduziert und die Futteraufnahme eingestellt. Wasser sollte weiterhin zur Verfügung stehen. Die Tiere sind während dieser Zeit deutlich weniger aktiv und können sich über längere Zeit in ihren Verstecken aufhalten.

Die genauen Temperaturen und die Dauer der Winterruhe können je nach Haltungssystem und Vorgehensweise variieren, auch äussere Einflüsse wie Umgebungstemperatur können Beginn und das Ende der Winterruhe beeinflussen. Häufig findet die Winterruhe etwa von November/Dezember bis Februar/März statt. Eine moderate Abkühlung im Bereich von etwa 15–18 °C wird häufig eingesetzt.

 

Vor der Absenkung der Temperaturen sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, damit der Verdauungstrakt nach der letzten Fütterung komplett geleert werden kann.

 

Nach etwa 2–3 Monaten kann die Winterruhe beendet werden. Auch das anschließende Erwärmen sollte schrittweise erfolgen. Sobald die normalen Temperaturen und die Aktivität wieder erreicht sind, kann die Fütterung langsam wieder aufgenommen werden.

 

Eine Winterruhe sollte niemals durchgeführt werden, nur weil sie „dazugehört“. Entscheidend ist immer der Gesundheitszustand des einzelnen Tieres und eine sichere, kontrollierte Durchführung.

Black Night - Leopardgeckos
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